650 Jahre Britz

Jubiläen bieten Anlässe, um sich zu erinnern und Brücken zur Gegenwart herzustellen. Eine gute
Gelegenheit für die in Britz lebenden Bewohnerinnen und Bewohner, sich ihrer Zugehörigkeit zum
Heimatort, ihrem direkten Lebensumfeld, zu versichern und Gäste zu begeistern. Es sind die
Nachbarn, Verwandte und Freunde, ebenso wie ansässige Gewerbe, Schulen, Sportvereine,
Glaubensgemeinschaften oder Kultureinrichtungen, die einen Zusammenhalt gestalten.


Britz ist ein Ortsteil Berlins, in dem derzeit rund 44.000 Menschen leben. Trotz zahlreicher
bedeutender Denkmale, Kulturstätten und berühmter Grünanlagen weist er kein homogenes Image
auf. Das Gebiet umfasst Siedlungen (darunter das UNESCO-Weltkulturerbe Hufeisensiedung), große
Industrie- und Gewerbeareale, eine historische Holländermühle, ausgedehnte Grünzüge,
Kleingartensiedlungen, Sportanlagen und Parks, einen noch immer erkennbaren Dorfkern und einen
der schönsten Gutshöfe Berlins.
Britz ist ein Ort mit bewegter Geschichte und interessanter Gegenwart, die es für viele Berliner noch
zu entdecken gilt. Das Jubiläum „650 Jahre Britz“ soll zum Anlass genommen werden, um Wege und
Methoden auszuprobieren, sich dem Ortsteil multiperspektivisch zu nähern.

15. Neuköllner Zeitreise

Die neue Neuköllner Zeitreise steht im Zeichen des Britzer Jubiläums: 650 Jahre Britz. 1375 wurde Britz erstmalig urkundlich erwähnt und dadurch wird die Existenz des eindeutig Ortes nachgewiesen. Es gibt schlagkräftige Indizien, dass der Ort deutlich älter ist. Unabhängig davon, dass vor der Christianisierung wahrscheinlich eine slawische Bevölkerung dort siedelte.

Die Einführungsveranstaltung hat einen Überblick über die Geschichte von Britz gegeben. In den folgenden drei Führungen werden wir vor Ort wichtige und wenig bekannte Orte von Britz kennenlernen.

Die erste Station der Neuköllner Zeitreise ist das Industriegebiet von Britz.

Die geografische Lage von Britz war durch die Nähe zu Rixdorf bestimmt. Bereits vor dem Bau des Teltowkanals hatte Britz eine industrielle Vorstufe erreicht. Mit dem Bau des Teltowkanals entwickelten sich sprunghaft Industrieanlagen. Unternehmen die Technikgeschichte schrieben haben ihre Spuren bis heute hinterlassen. Auf der Führung werden wir die Orte und Geschichten dazu sehen.

Termin: So, 30.03.2025, 15:00 – 17:15 Uhr
Treffpunkt Britzer Damm / Tempelhofer Weg (Kita)

https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=743725
Eine Anmeldung vor Ort, bevor die Führung beginnt, ist möglich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der VHS-Neukölln und dem Verein Neuköllner Freunde e. V. statt.

Die zweite Führung führt uns zu den Spuren der Eiszeit.

Die Eiszeit hat Britz seine Form gegeben. Wie kaum ein anderer Stadtteil wurde er durch diese gewaltigen Kräfte geprägt. Trotz des Eingriffs durch Menschenhand sind noch viele Spuren zu finden. So führt uns der Weg durch das grüne Herz von Britz.

Termin: So, 27.04.2025, 15:00 – 17:15
Treffpunkt Britzer Str. Ecke Rixdorfer Str. (Mariendorf)

https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=747894
Eine Anmeldung vor Ort, bevor die Führung beginnt, ist möglich.
Die Veranstaltung findet in Kooperation der VHS-Neukölln und dem Verein Neuköllner Freunde e. V. statt.

Die letzte Station der Zeitreise bezieht sich auf den Siedlungsbau nach der Hufeisensiedlung.

Die Hufeisen-Siedlung ist bekannt. Siedlungen die durch die Architektur der Gartenstadtbewegungen inspiriert sind, sind in Neukölln und Britz bekannt. Die Gropiusstadt ist selbstverständlich. Die Siedlungen zwischen diesen Phasen wird gern übersehen. Diese Führung soll Abhilfe schaffen und neue Blickwinkel auf Britz ermöglichen.

Termin: So, 18.05.2025, 15:00 – 17:15 Uhr
Treffpunkt: Britzer Damm Ecke Mohriner Allee (Goldesel)
Vorab Anmeldung erwünscht:
https://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=747894
Eine Anmeldung vor Ort, bevor die Führung beginnt, ist möglich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der VHS-Neukölln und dem Verein Neuköllner Freunde e. V. statt.

Friedhofgestaltung – Umfrage

FH-Gestaltung
Friedhöfe sollen sauberer werden.
Beschreibungen an Gräbern von historisch bedeutenden Personen.
Mehr Bänke
Cafe o. ä.
Toiletten
Kulturelle, musikalische oder historische Veranstaltungen.
Wiesen/Fläüchen der Ruhe und Meditation

Steine des Anstoßes – Teil 1

Frau Bärbel Ruben hat einen Beitrag über die Entstehungsgeschichte des Gedenksteins für die gestorbenen Soldaten der sogenannten Deutschen „Schutztruppe“ verfasst. Diese Soldaten, die am Genozid an den Herero und Nama beteiligt waren, erhielten 1907 einen Gedenkstein zu ihren Ehren. Nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft, verlor der Stein an Bedeutung. Im Laufe der Jahrzehnte wurde er jedoch zu einem Kristallisationspunkt der Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus. Der Stein mit seinen Ergänzungen und der Ort bilden ein historisches Ensemble mit seinen Anheftungen an Erinnerungen von Verherrlichung kolonialer Verbrechen bis zur Aufarbeitungsdiskussion der Kolonialgeschichte mit der Benennung der Verbrechen.

Zum Lesen des Aufsatzes geht es hier:

Neuköllner Friedhöfe

01. Zur Entstehung des FEP 2006 (Friedhofsentwicklungsplan 2006)

Der FEP 2006 legt den Umgang mit den Berliner Friedhöfen fest. Der Rückgang des Flächenbedarfs war Anfang der 2000er Jahren deutlich geworden. Gleichzeitig „entdeckte“ man die alten Friedhöfe als denkmalwürdige Orte. Lesen Sie hier:

10. Garnisonfriedhof am Columbiadamm

Der Garnisonfriedhof ist einer der ältesten Friedhöfe oder Begräbnisstätte Neuköllns. 1813 wurden in einem Massengrab ca. 2.400 Menschen beerdigt. Sie starben an den Verletzungen, die sie in den Kämpfen gegen die französische Besatzung erlitten. Lesen Sie hier: Garnisonfriedhof – Friedhofscluster n

11. Der vergessene Friedhof vom Wildmeisterdamm

1945 wurde ein Notfriedhof am Wildmeisterdamm angelegt. Gegenüber dem heutigen Campus Efeuweg gelegen, wurden Kriegsopfer bestattet. Aufgelöst wurde er mit dem Bau der Gropiusstadt. Lesen Sie hier: Der vergessene Friedhof am Wildmeisterdamm

12. Ein jüdischer Friedhof in Neukölln

In Buckow gab es einen Plan einen jüdischen Friedhof anzulegen. Die Berliner jüdische Gemeinde suchte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Gelände als Friedhof. Lesen Sie hier: Der geplante jüdische Friedhof in Buckow

13. Neuköllner Zeitreise

Neuköllner Friedhöfe: Quo vadis?

Der Friedhof der Zukunft? Eine Ki sieht so die Zukunft.

Friedhöfe sind ein Ort der immateriellen und materiellen Erinnerungskultur. Sie sind ein Ort der persönlichen und kollektiven Trauer und der Erinnerung. Damit bieten sie einen Raum der Stille und Ruhe. Sie dienen vermehrt als Platz der Entspannung. Friedhöfe bedürfen einer Anpassung an die Zeit. Neue Ideen und Konzepte helfen diese Plätze fortzuentwickeln. Die 13. Neuköllner Zeitreise beschäftigt sich mit diesen Fragen.
In verschiedenen Veranstaltungen versuchen wir den aktuellen Stand zu bestimmen. Welche Pläne oder Ideen existieren bereits. Wir schauen uns Beispiele auf Friedhöfen an. Letztendlich sollen alle Ideen zusammengetragen werden, um daraus unsere Friedhöfe attraktiver zu gestalten.

Die erste Veranstaltung findet am 24. Februar im Kulturstall auf dem Gutshof Britz statt. Eine Diskussionsrunde von Kennern der Friedhöfe geben einen Überblick über den aktuellen Stand. Gleichzeitig sollen die Möglichkeiten ausgelotet werden, die eine Gestaltung der Friedhöfe realisieren können.

Anmeldung:
Anmeldung wird erbeten, da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen vorhanden sind.
Hier zur Anmmeldung VHS

Termin und Ort:
24.02.2024; 14:00 Uhr bis 17:15 Uhr
Kulturstall auf dem Britzer Gutshof
Alt-Britz 81-89, 12359 Berlin

Kontakt und Veranstalter:
Werner Schmidt
Freunde Neuköllns e. V. und VHS Neukölln
Denkmalpflege@Freunde-Neukoellns.de
0174 754 7175

Der Friedhof Buschkrugallee

Bilder vom Friedhof Buschkrugallee. Zuerst ein paar Impressionen. Anschließend kommen Erläuterungen zur Struktur eines Friedhofs.

Strukturelle Aufteilung eines Friedhofs.

Strukturelemente eines Friedhofs aus der Zeit zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Form dieser Vorortsfriedhöfe ist geprägt durch Hauptwege, die das Gelände in Gänze durchschnitten. Diese wurden wiederum durch gleichgroße Wege quer im 90 Gradwinkel gekreuzt. Je nach Größe kommen unterschiedlich viele Kreuzungen pro Friedhof vor. Die daraus entstehenden Rechtecke werden in Grabfelder unterteilt. Die Rechtecke werden i. d. R. als Abteilungen bezeichnet. Die Aufteilung der Abteilungen sind unterschiedlich. Es gibt zwei Strukturformen. Entweder besteht nur ein Zu- und Ausgang oder sie sind mit zwei Zugängen. Beide Formen kommen häufig gemischt vor. So ist auch auf dem Friedhof Buschkrugallee. Die Abtrennung der Felder ist in klassischer Form durch Eibenhecken erhalten.

Bei steigender Entfernung zur Leichenhalle und Friedhofseingang wird die Aufteilung der Gräber offener und verliert die klassische Struktur. In dem Bereich befinden sich Anlagen für Urnen- und Aschenbegräbnisstellen.

Urnenstelen auf ehemaligen Grabfeld.

Die folgenden sechs Bilder zeigen Aufteilungen des Friedhofs.
Bild 1: Zeigt die Hecken zur Abgrenzung von Grabfeldern.
Bild 2: Grabstellen am Hauptweg.
Bild 3: Auflösung der strengen Formhaftigkeit
Bild 4 und 5: „Sackgassen“ Grabfeld.
Bild 6: Hauptweg mit Blick auf Hecken begrenzte Grabfelder.


Impressionen vom Friedhof Buschkrugallee