{"id":136,"date":"2019-03-15T23:22:33","date_gmt":"2019-03-15T22:22:33","guid":{"rendered":"http:\/\/neukoellner-clio.de\/?p=136"},"modified":"2019-03-16T17:12:57","modified_gmt":"2019-03-16T16:12:57","slug":"garnisonfriedhof-friedhofscluster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neukoellner-clio.de\/?p=136","title":{"rendered":"Garnisonfriedhof &#8211; Friedhofscluster"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der \u201ewandernde\u201c Friedhof<\/h3>\n\n\n\n<p>In Neuk\u00f6lln liegt ein Ort, der viele Facetten der Berliner,\nwenn nicht gar deutscher Geschichte, widerspiegelt. Auf einer Fl\u00e4che von ca. 10\nha<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>\nprallen die gegens\u00e4tzlichen politischen Str\u00f6mungen Deutschlands und geschichtlichen\nEreignisse seit dem sp\u00e4ten 18. Jahr. aufeinander. Die folgende Arbeit will\ndiese Ereignisse aufzeichnen und diesen historischen Ort als einen\nErinnerungsort beschreiben, der unserer Erinnerung w\u00fcrdig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich bei diesem Ort, um die Friedh\u00f6fe am heutigen\nColumbiadamm. Urspr\u00fcnglich ein Massengrab aus der Zeit der\nBefreiungs-\/Freiheitskriege 1813 wurde er zum Gedenkort, sp\u00e4ter\nGarnisonfriedhof des Berliner Milit\u00e4rs in verschiedenen Auspr\u00e4gungen und zur\nt\u00fcrkischen Begr\u00e4bnisst\u00e4tte und nun mehr ziviler Berliner Friedhof. Dabei\ndurchliefen diese Friedh\u00f6fe sehr unterschiedliche Phasen deutscher Geschichte\nund legen Zeugnis \u00fcber bedeutsame Ereignisse ab. Bedingt durch Entwicklung und\nBedeutung des Platzes ist die Bezeichnung von einem Friedhof im Grunde ungenau\nund man sollte von <em>einem Friedhofscluster<\/em>\nsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Ort ist b\u00fcrgerlich-liberale, militaristische,\nnationalistische, national-chauvinistische Geschichte bis hin zum NS-Gr\u00f6\u00dfenwahn\nablesbar. Immer spiegelt sich der Wahnsinn des Krieges darin wider. Die Arbeit\nwird diese Str\u00f6mungen anhand der Entwicklungsstufen dieses Friedhofclusters und\nderen Hintergr\u00fcnde beschreiben. Sie liefert die Erkl\u00e4rung f\u00fcr die geschichtliche\nDimension.<br><\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Anfang<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Massengrab<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Ursprung des Friedhofsclusters ist das Massengrab f\u00fcr\ndie geschlagene franz\u00f6sische \u201eGrand Armee\u201c, die Russland \u00fcberfiel und den in\nden Schlachten von Gro\u00dfbeeren bis Dennewitz verwundeten Soldaten, die in Berliner\nLazaretten verstarben. Es gibt einen Bericht von Ludwig Rellstab \u00fcber den\nEinzug der aus Russland kommenden geschlagenen franz\u00f6sischen Armee ein Jahr\nzuvor. Er zeigt das Elend der verletzten Soldaten nach einer Schlacht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> \u201eDer Anblick der Ungl\u00fccklichen war grausen-erregend, und selbst die aufathmende Freude \u00fcber das Ereignis im Gro\u00dfen mu\u00dfte in solchen Augenblicken  dem Eindruck weichen, den das namenlose Elend hervorbrachte, das die unschuldigen Einzelnen, die Opfer der Uners\u00e4ttlichkeit des F\u00fchrers [gemeint ist Napoleon], erduldet hatten, und noch erduldeten. Erbarmen trat an Stelle des Hasses. Oefters habe ich gesehen, wenn die mit Stroh gef\u00fcllten Bauerwagen, auf denen gr\u00e4\u00dflich entstellten Ungl\u00fccklichen lagen, irgendwo anhalten mu\u00dften, weil in der Enge der Stra\u00dfe eine Stopfung der Fuhrwerke entstand, wie die Hausbewohner mit Erqickungen, Kleidungsst\u00fccken, w\u00e4rmenden Getr\u00e4nken herbeieilten, um die halb erstarrten Opfer zu beleben, durch Bouillon, Kaffee, oder was eben zur Hand war, oder sie mit Geld unterst\u00fctzten. Entsetzlich war der Geruch, den diese Transporte verbreiteten. Die faulig-eiternden, vielleicht brandig gewordenen Wunden hauchten einen wahren Pestdunst aus, der in der scharfen kalten Luft um so weiter getragen, umso widriger empfunden wurde. Ein Grausen durchrieselte Alle, die solcher Scene beiwohnten.\u201c<a href=\"#_edn1\"><br>[i]<\/a> <br><br> <a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a> aus: Karl-Robert Sch\u00fctze, S. 13f, nach Adolf Streckfu\u00df, 500 Jahre Berliner Geschichte. Vom Fischerdorf zur Weltstadt, Berlin 1886, S. 676<br> <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein Veteran schildert 30 Jahre sp\u00e4ter in einem Bericht \u00fcber seine Verwundung in der Schlacht von Hagelberg und seinen Weg in die Berliner Lazarette. Dieser Bericht ist einer der wenig \u00fcberlieferten Augenzeugenberichte aus Sicht des einfachen Soldaten. Er spiegelt einen Aspekt vom Leid des Krieges wider.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"641\" src=\"https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-1024x641.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151\" srcset=\"https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-1024x641.jpg 1024w, https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-300x188.jpg 300w, https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-768x481.jpg 768w, https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-863x541.jpg 863w, https:\/\/neukoellner-clio.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/PK-0004-vorn-172x108.jpg 172w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Schlacht Darstellung in Gro\u00dfbeeren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In seinem Bericht beschreibt dieser Soldat, wie er in einem\nGefecht angeschossen wurde. Lesen wir das Original:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> E<em>in franz\u00f6sischer Tirailleur hatte mir hinter einem Baum hervor durch den Schenkel dicht \u00fcber dem Knie geschossen, und wie die Kugel, mit jenem h\u00e4\u00dflichen Laut, den die Verwundeten sich recht gut erinnern werden, sich Quartier in meinem Fleische genommen, &#8211; quatsch, klingt es beinahe, &#8211; da war es vorbei mit dem Heldenmuthe und mit dem Wunsche , den Feind an den Leib zu kommen.<a href=\"#_edn1\"><br><strong>[i]<\/strong><\/a><\/em> <br> <a href=\"#_ednref1\"><br>[i]<\/a> Der Soldatenfreund, Jhg. 10, Nr. 513, S. 5139 <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit dieser nicht mehr vorhandenen heldenm\u00fctigen Kampfeslust,\ndie st\u00e4ndig propagiert wurde, geht der Bericht damit weiter, dass seine Sachen\nvon den vorr\u00fcckenden Franzosen gepl\u00fcndert wurden und man ihn liegen lie\u00df. Auch\nhier soll das Original f\u00fcr sich sprechen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> \u201e<em>Wie einem Verwundeten zu Muthe ist, wenn er das Kriegsget\u00fcmmel sich entfernen sieht und wenn das Kehrt dabei auf Seiten der Landsleute und Kameraden ist, wenn er h\u00fclflos und allein liegen bleibt, wenn sich keine lebend Seele um ihn k\u00fcmmert, wenn der Wind so gleichg\u00fcltig in dem B\u00e4umen rauscht, als ob gar nichts daran gelegen w\u00e4re, wie hier ein Mensch verk\u00fcmmert und elendiglich umkommt, das kann nur der wissen, der selbst einmal so dagelegen, also jeder Lazarethfinke.<a href=\"#_edn1\"><br><strong>[i]<\/strong><\/a><\/em> <br> <a href=\"#_ednref1\"><br>[i]<\/a> s. Anm. 3. Als \u201eLazarethfinken\u201c werden die verwundeten Soldaten in den Lazaretten bezeichnet. Dazu ebenfalls in \u201eDer Soldatenfreund\u201c mehrere Artikel. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Nach den Kampfhandlungen am Abend kamen die Bauern aus den\numliegenden D\u00f6rfern und pl\u00fcnderten die Toten. Diese Zeitzeugenberichte stehen\ndeutlich im Widerspruch zu den heroischen Berichterstattungen und Betrachtungen\nder zeitgen\u00f6ssischen Presse und zumeist adligen Buchautoren, die ein\neinseitiges Bild entwarfen. Liest man die Berliner Zeitungen<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>\nund die in den darauffolgenden Jahren erschienen Publikationen \u00fcber die\nBefreiungskriege, dann werden die Leistungen der Offiziere individuell\ngew\u00fcrdigt. Die Landwehr, zusammengesetzt aus dem einfachen Volk, wird als Masse\nwahrgenommen. Dabei wird zwar seine k\u00e4mpferische Leistung hervorgehoben. Ein\nGesicht bekommt diese Masse jedoch nicht. \u00dcberlieferungen, wie oben erw\u00e4hnt,\nsind kaum bekannt. Werden Todesanzeigen ver\u00f6ffentlicht, sind es immer adlige\nOffiziere, die genannt werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Werden im Bericht des verwundeten Soldaten die Bauern\ngenannt, wird Ihnen eine negative Rolle zugewiesen. Sie werden in die N\u00e4he von\nLeichenfledderer gestellt, in dem sie zuerst verwertbares vom Schlachtfeld\nsuchen. Erst anschlie\u00dfend k\u00fcmmert man sich um die Verwundeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Rettung unseres Berichterstatters auf dem\nSchlachtfeld, beschreibt er die \u00dcberf\u00fchrung nach Berlin \u00fcber Belzig. Man muss\nsich vorstellen, dass unserem Augenzeugen vor \u00fcber 24 Stunden eine Kugel ins\nBein geschossen wurde. Er erlitt dabei einen entsprechenden Blutverlust und war\nentkr\u00e4ftet. Die Wunde war mit nicht viel mehr als Wasser gewaschen und einfach bandagiert\nworden. So versorgt, wurden die verwundeten Soldaten auf Bauernkarren gelegt\nund \u00fcber holprige und sandige Feldwege gefahren. Die Verwundeten waren der\nSonne schutzlos ausgeliefert. Die medizinische Versorgung und Pflege war\nmangelhaft. Die hygienischen Bedingungen waren katastrophal. Die Verpflegung\nbestand aus Wasser und ein wenig zu Essen. Nach zwei Tagen erreichte der Tross\nvon Verwundeten Berlin. Durch die K\u00e4mpfe in Gro\u00df-Beeren war das Lazarett vor dem\nSchlesischen Tor \u00fcberf\u00fcllt, deshalb wurden die Verwundeten auf den D\u00f6nhoffschen\nPlatz gefahren. Hier mussten sie stundenlang warten, bis eine Verteilung auf\nfreie Lazarettpl\u00e4tze erfolgte. Der Augenzeuge berichtet von sehr hilfreichen\nBerliner B\u00fcrgern, die sogar ihre Sofas aus den Wohnungen brachten, damit die\nVerwundeten sich bequemer lagern konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden musste mit einer hohen Zahl von Toten\nunter den Verwundeten gerechnet werden. Die Anzahl der Opfer wurde nicht\nallgemein ver\u00f6ffentlicht. Zeitgen\u00f6ssische Quellen liegen heutzutage nur\nvereinzelt vor. Clauswitz, der Berliner Stadtarchivar<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>,\nhatte 1924 die H\u00f6he der Opfer mit 9.017 angegeben. Gleichzeitig benennt er vier\nBegr\u00e4bnisstellen im S\u00fcden von Berlin. Eine f\u00fcnfte Stelle gibt er in der N\u00e4he\nder Pulvert\u00fcrme an. Diese Stelle liegt im heutigen Bereich des Hauptbahnhofs.\nKarl-Robert Sch\u00fctze, Autor des umfassenden Werkes \u00fcber den Friedhofscluster,\ngibt die Zahl in seinem Werk von 1988 mit 8.832 Toten an. Als Begr\u00e4bnisstellen\nnennt er die Zahl von acht, ohne sie allerdings konkret anzugeben. Diese beiden\nseri\u00f6sen Angaben, von denen Clauswitz wahrscheinlich auf Dokumente\nzur\u00fcckgreifen konnte, die im 2. Weltkrieg m\u00f6glicherweise verloren gegangen sind\nund Sch\u00fctze mit seiner akribischen Arbeit, liegen dicht bei einander, so dass\nwir davon ausgehen k\u00f6nnen, dass diese Zahlen realistisch sind. Damit werden\nauch die Opferzahlen die Clauswitz \u00fcber die \u00fcbrigen Begr\u00e4bnisstellen, vor allem\ndie in der Hasenheide, glaubw\u00fcrdig. So gibt er f\u00fcr das Gr\u00e4berfeld 2.376 Opfer\nan.<br><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Lazarette und die Opfer<\/h4>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den soldatischen Opfern muss ausdr\u00fccklich das\nmedizinische und pflegerische Personal genannt werden. Die hygienischen\nZust\u00e4nde waren so katastrophal, dass auch sie unter der Not und dem Tod litten.\nEs fehlte an R\u00e4umlichkeiten, Verbandsstoff, Medizin und Personal. So wurden\nKasernen in Notlazarette umgewandelt und Privatquartiere zur Pflege\norganisiert. Zumeist B\u00fcrgerinnen organisierten Hilfen, um Geldspenden, Nahrung,\nKleidung und Verbandsstoffe zu bekommen. Sie pflegten die Verletzten in den\nLazaretten. Die \u00e4rztliche Versorgung war mangelhaft. Die Milit\u00e4r- und\nZivilverwaltung war f\u00fcr solche Aufgaben nicht vorbereitet. Dar\u00fcber legen\nZeitungsberichte und Hilfsgesuche der zeitgen\u00f6ssischen Publikationen eindeutiges\nZeugnis ab<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>.\nBedingt durch diese Masse an Verwundeten und unzureichender Hilfe kam es zum\nAusbruch des sogenannten Lazarett-Fiebers<a href=\"#_edn2\">[ii]<\/a>.\nUrs\u00e4chlich war die vorherrschende mangelhafte Hygiene, die seuchenartig um sich\ngriff. Krankheiten, die sich heutzutage keiner mehr vorstellen kann,\ngrassierten und machten kein Halt vor dem medizinischen und pflegerischen\nPersonal. So kam es auch unter ihnen zu Opfern<a href=\"#_edn3\">[iii]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie die Krankenversorgung mit den Missst\u00e4nden \u00fcberfordert\nwar, so war es erst recht die Friedhofsverwaltung. An eine regul\u00e4re\nBeerdigung war nicht zu denken. Die Berliner Friedh\u00f6fe waren viel zu klein, um\ndie Massen an Toten aufzunehmen. Au\u00dferdem w\u00e4re das Friedhofspersonal\norganisatorisch \u00fcberfordert gewesen. Somit blieb nur die L\u00f6sung von\nMassengr\u00e4bern.<br><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nIn der \u201eSpenerschen\u201c wurde in fasst jeder Ausgabe Spendenaufrufe und Danksagungen\nver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a>\nLazarett-Fieber ist eine Mischung von bakterieller Entz\u00fcndung, Eiterungen und\nfaulenden Wunden mit Thyphus. Urs\u00e4chlich unbeschreibliche hygienische\nVerh\u00e4ltnisse. Bereits wenige Monate nach diesen schrecklichen Zust\u00e4nden wurden\nB\u00fccher dar\u00fcber ver\u00f6ffentlicht. Z. B.: F\u00fcr jeden verst\u00e4ndliche Anweisung, wie\nman es anzufangen habe, um bey b\u00f6sartigen Fieber-Epidemien aller Art sich gegen\nAnsteckung zu sch\u00fctzen; Gilbert, Ludwig W.; Leipzig, Wien; 1814<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a>\nIn der \u201eSpenerschen\u201c&nbsp; wurden im Januar\n1814 mehrere Sterbeanzeige verstorbener Militt\u00e4r\u00e4rzte ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In Auflistungen \u00fcber verstorbene Verwundete aus den\nSommermonaten 1813 wird das Lazarett am Schlesischen Tor als das franz\u00f6sische\nLazarett bezeichnet<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>.\nDeshalb ist es begr\u00fcndet anzunehmen, dass dort franz\u00f6sische Soldaten und evtl.\nSoldaten der franz\u00f6sischen Verb\u00fcndeten aus dem Russland-Feldzug behandelt\nwurden. Das Lazarett wurde auch im Anschluss an die Schlacht vor Berlin weiter\nbetrieben. Weitere nachgewiesene Lazarette befanden sich in der Husaren-Kaserne<a href=\"#_edn2\">[ii]<\/a>\nam sp\u00e4teren \u201eBelle-Alliance-Platz\u201c und am Halleschen Tor. Zus\u00e4tzlich wurde ein\nLazarett in der Artillerie-Kaserne in der M\u00fcnzstra\u00dfe<a href=\"#_edn3\">[iii]<\/a>\neingerichtet. Diese Lazarette sind durch die Begr\u00e4bnisliste des Jagdaufsehers\nChristoph nachgewiesen<a href=\"#_edn4\">[iv]<\/a>.\nZus\u00e4tzliche Lazarette wurden in Kasernen untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Lazaretten wurden die Toten tagesweise, so kann man es den Statistiken des Forstaufsehers Christoph entnehmen, zu den Orten der Massengr\u00e4ber transportiert. Dabei wurde, um die Beerdigung von Scheintoten zu vermeiden, ein leitender Arzt aus den Lazaretten bestimmt, das Ableben zu \u00fcberpr\u00fcfen. Nach Best\u00e4tigung des Todes erhielt der Leichnam ein Wachssiegel auf die Brust und war damit f\u00fcr die Beerdigung freigegeben. Eine Best\u00e4tigung f\u00fcr dieses Verfahren ist dem Umstand zu verdanken, dass vom verantwortlichen Berliner Lazarettdirektor f\u00fcr 2 Thaler Siegellack gekauft wurde<a href=\"#_edn5\">[v]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Bericht des preu\u00dfisch-k\u00f6niglichen Forstaufsehers\nChristoph wurden Gruben mit einer Tiefe von acht Fu\u00df [ca. 2,40 m] ausgehoben.\nDie Toten wurden hineingelegt und mit Kalk bedeckt, um dem Ausbruch von Seuchen\nvorzubeugen. Ein normales Grab wurde im 19. Jhr. In der Regel mit einer Tiefe\nvon ca. 1,40 m<a href=\"#_edn6\">[vi]<\/a>\nangelegt. Diese Tiefe wurde als ausreichend angesehen, um die Totenruhe zu\ngew\u00e4hrleisten und Seuchengefahren auszuschlie\u00dfen<a href=\"#_edn7\">[vii]<\/a>.\nSomit waren die Gruben in Berlin tiefer als \u00fcblich.<\/p>\n\n\n\n<p>Von all den weiteren Lazaretten und Begr\u00e4bnisstellen sind\nkeine umfassenden Zeugnisse \u00fcberliefert. Viel mehr sind nur Mosaiksteine\nbekannt, aus denen sich schwerlich die Ereignisse rekonstruieren lassen. Deshalb\nbesitzt der Friedhofsteil am Columbiadamm einen hohen Aussage- und\nErinnerungswert. Denn das Massengrab ist eindeutig nachgewiesen und legt damit\nZeugnis \u00fcber einen wichtigen Teil Berliner Geschichte ab. Es ist Gedenkort f\u00fcr\nden Wahnsinn des Krieges und gleichzeitig erinnert es an spontane\nuneigenn\u00fctzige Hilfs- und Opferbereitschaft. Es zeigt aber auch den geringen\nStellenwert des \u201eeinfachen\u201c Soldaten an. So waren hier die \u201eNamenlosen\u201c\nSoldaten verscharrt. Jahrzehnte lang erinnerte nichts an diese Grabst\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Erinnerungsort an die Ereignisse wurde auf dem\nheute als Kreuzberg bekannten Berg mit dem &nbsp;Schinkel-Denkmal errichtet. Die urspr\u00fcngliche\nVorstellung Schinkels vor dem Brandenburger Tor eine gro\u00dfe Kirche zu errichten,\nwurde damals schnell verworfen.<br><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erinnern oder Vergessen?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Weshalb es nun exakt dieses Massengrab war, der in\nErinnerung blieb, wird uns wahrscheinlich f\u00fcr immer verschlossen bleiben. Es\nbleiben nur Spekulationen als Begr\u00fcndung. Es stellt sich sogar die Frage,\nweshalb \u00fcberhaupt ein Erinnerungsort entstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Vor\u00fcberlegung steht die Frage im Raum, ob die von\nClauswitz \u00fcberlieferten Orte (zwei an der Hasenheide, einmal vor dem\nSchlesischen Tor, einmal vor dem Halleschen Tor und einmal bei den\nPulvert\u00fcrmen) generell in Frage kommen. Anhand einiger allgemein g\u00fcltiger\nKriterien l\u00e4sst sich die Frage beantworten. So ist Lage oder Beschaffenheit des\nBegr\u00e4bnisortes von Bedeutung. Als wichtige Kriterien sind Erreichbarkeit, eine\ngewisse Abgeschiedenheit und die Bodenverh\u00e4ltnisse zu nennen. All dies war\ngegeben. Dar\u00fcber hinaus ist Clauswitz als Stadtarchivar, der sich um den Aufbau\neines fundierten Archivwesen verdient gemacht hat, eine seri\u00f6se Quelle. Ihm\nstanden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Archivalien zur Verf\u00fcgung, die nach\ndem 2. Weltkrieg nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein grunds\u00e4tzlicher Aspekt f\u00fcr die Entstehung eines Gedenkortes ist die inhaltliche Besetzung des Ortes mit einem Erinnerungsgrund. In unserem Fall liegt der in Form der realen Begr\u00e4bnisstelle vor. Weiterhin muss Interesse und der Wille an eine Erinnerung vorhanden sein. Auch dies war gegeben. Wenn auch nur minimale Geldmittel zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, so wurde ein Graben mit Heckenbepflanzung um den Platz angelegt. Gleichzeitig wurde der Forstaufseher Christoph beauftragt, den Platz zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich und endlich bedarf es der steten Konfrontation\nmit den gedenkw\u00fcrdigen Ereignissen. Die stete Erinnerung durch Weiterf\u00fchrung\nder Wohlt\u00e4tigkeitsvereine, die den Opfern nach dem Krieg weiterhin Hilfe boten,\noder die mentale Aufarbeitungen durch literale Werke \u00fcber diese Ereignisse oder\nVeteranenvereine, die das Erlebte immer wieder thematisierten. Auch die\nnotwendigen Pflegearbeiten, die durch sich immer wiederholenden Man\u00f6versch\u00e4den\nf\u00fchrten, boten Gespr\u00e4chsstoff. Dies alles lies den Wunsch nach einem Gedenkort\nnicht verstummen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Voraussetzungen eines Gedenkortes, stehen h\u00e4ufig Kr\u00e4fte\nentgegen. Beispielsweise, dass der Ort ung\u00fcnstig erreichbar ist. Die\nBeschaffenheit des Platzes ist f\u00fcr Gedenkfeiern zu klein. Auch die\nBesitzverh\u00e4ltnisse spielen eine Rolle. Politische Entscheider und Gegenkr\u00e4fte\narbeiten dagegen. Ebenso m\u00fcssen finanzielle Mittel vorhanden sein. Besonders\ndie zuletzt genannten Aspekte werden eine gro\u00dfe Rolle gespielt haben, weshalb\ndie Entstehung eines Gedenkortes sich \u00fcber Jahrzehnte verz\u00f6gert hat. Besonders\ndas schnelle Wiedererstarken des Adels mit St\u00e4rkung der Monarchie ist ein\ngewichtiger Kontrapunkt. Ein Massengrab als Gedenkort h\u00e4tte die Anerkennung des\nb\u00fcrgerlichen Anteils an der Befreiung von der franz\u00f6sischen Besetzung<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>\nbedeutet. Dieser Zusammenhang wird plausibel, wenn man bedenkt, wann der\nGedenkplatz eingerichtet wurde. In die 40ziger Jahre des 19. Jhr., in den\nJahren vor der b\u00fcrgerlichen Revolution 1848 wurde die Herrichtung realisiert.\nDies geschah in einer Zeit, in der das B\u00fcrgertum st\u00e4rker und selbstbewusster\nauftrat.<\/p>\n\n\n\n<p>Um jetzt der Frage nachzugehen, weshalb die Hasenheide der\nErinnerungsort wurde, kann angenommen werden, dass alle andere Orte durch die\nvoranschreitende Besiedlung nicht zur Verf\u00fcgung stand. Der Ort an den\nPulvert\u00fcrmen ist sehr speziell. Mit seiner milit\u00e4rischen und gef\u00e4hrlichen\nUmgebung, wird ein solcher Gedenkort schwer durchzusetzen gewesen sein. Einzig\nder Platz in der Hasenheide zum \u00dcbergang zum Tempelhofer Feld lag abseits\ngenug. Und trotzdem war der Platz gut zug\u00e4nglich. Es lag kein Siedlungsdruck\nauf dem Gel\u00e4nde und es stand zur Verf\u00fcgung. Es war immer Schauplatz von\nMan\u00f6vern und Paraden. Die Hasenheide, genauer die \u201eSchl\u00e4chter-H\u00fctung\u201c<a href=\"#_edn2\">[ii]<\/a>,\nentwickelte sich zum Vergn\u00fcgungsort der Berliner. Das Gebiet besa\u00df eine ambivalente\nMischung aus Publikumsverkehr mit Bekanntheitsgrad und gleichzeitig einer\ngewisse Abgeschiedenheit.<br><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Historische Hintergr\u00fcnde<\/h4>\n\n\n\n<p>1806 wird die preu\u00dfische Armee durch Napoleons Armee\nvernichtend geschlagen. Berlin wird besetzt. Die Aristokratie Berlins ist wie\nder K\u00f6nig aus Berlin geflohen. Gro\u00dfe im Westen gelegene preu\u00dfische Provinzen\nwerden abgetrennt und eine betr\u00e4chtliche Kontribution wurde dem preu\u00dfischen\nStaat auferlegt. In den Folgejahren formen sich b\u00fcrgerlich-nationalistische\nGedanken, die die absolutistische Monarchie in Frage stellen bzw. deren\nAbschaffung verlangen. Im Vordergrund steht jedoch der Wille, die franz\u00f6sische\nBesatzung zu vertreiben. Ein breiter Aufstand bleibt aus. Der versuchte\nmilit\u00e4rische Aufstand von Ferdinand v. Schill<a href=\"#_edn1\">[i]<\/a>\n1809 bleibt ohne Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>1812 kommt die Zeit der Befreiung, als Ausl\u00f6ser des\ndesastr\u00f6sen Ausgangs des napoleonischen Russland-Feldzuges. Zuerst erhob sich\ndas Volk und das Milit\u00e4r, w\u00e4hrend der K\u00f6nig weiter als Vasall Frankreichs\nauftrat. Er enthob den Kommandeur der preu\u00dfischen Truppen, die unter\nfranz\u00f6sischem Oberkommando standen, seines Dienstes weil dieser sich gegen die\nfranz\u00f6sischen Truppen stellte<a href=\"#_edn2\">[ii]<\/a>.\nErst im M\u00e4rz 1813 (16.03.) erkl\u00e4rte der K\u00f6nig im Namen Preu\u00dfens Frankreich den\nKrieg und rief das Volk zum Kampf gegen die Besatzung auf. Das Volk stand\njedoch schon l\u00e4ngst im Kampf gegen die Besatzungstruppen. Kampf- und\nWaffenstillstandsverhandlungen zogen sich bis in den Sommer 1813 hinein, bis es\nim August vor den Toren Berlins zu schweren Kampfhandlungen kam. Am 23.08. bei\nGro\u00dfbeeren, am 27.08. bei Hagelberg und schlie\u00dflich am 06.09. bei Dennewitz kam\nes zu K\u00e4mpfen, bei denen die franz\u00f6sischen Truppen auf ihren Marsch nach Berlin\ngestoppt wurden. Sie wurden abgedr\u00e4ngt und es kam zwischen dem 16. und\n19.10.1813 in Leipzig zur sogenannten \u201eV\u00f6lkerschlacht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Hervor zu heben ist, dass in diesen K\u00e4mpfen die sogenannten\nLandwehren k\u00e4mpften. Die Landwehr<a href=\"#_edn3\">[iii]<\/a>\nist dem Prinzip nach ein Volksheer. Alle M\u00e4nner zwischen dem 17. und 40.\nLebensjahr waren zum Milit\u00e4rdienst verpflichtet. Die Einberufung erfolgte nach\nNotwendigkeit. Im Falle der Befreiungskriege waren dies bedeutsame Kontingente.\nIhre erfolgreiche Rolle wurde immer wieder von Gener\u00e4len hervorgehoben. Den\nLandwehren sind die Freiwilligen Korps vorausgegangen, die ihr Vaterland\nbefreien wollten und sich freiwillig zum Milit\u00e4r meldeten. Die bekanntesten\nAngeh\u00f6rigen waren Intellektuelle und Literaten wie Fichte, Eichendorff, K\u00f6rner\nund Vertreter der deutschen Turnbewegung, allen voran: Friedrich Ludwig Jahn.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend zeigt der kurze Abriss der damaligen Ereignisse, dass in dem Befreiungskrieg nicht der absolute Herrscher und Monarch die ausschlaggebende Institution war, sondern dass das Volk bzw. der b\u00fcrgerliche Anteil des Volkes erstmalig handelnd und bestimmend aktiv wurden. Der Historiker Peter Brandt formuliert die liberalen und freiheitlichen Z\u00fcge der Befreiungskriege wie folgt<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist hier nicht der Raum, eine Diskussion \u00fcber die\nBedeutung und den Motiven der Erhebung des preu\u00dfischen Volkes zu f\u00fchren. Es\nsoll der Hinweis darauf sein, dass der Befreiungskrieg in einem Spannungsfeld\nder Beurteilung steht. Die Deutung der Ereignisse wandelte sich im Laufe der\nZeit. W\u00e4hrend monarchistische Kreise nur die Befreiung von der franz\u00f6sischen\nBesatzung oder gar Unterjochung sahen, kann man jedoch auch die \u201eGeburt\u201c der\ndeutschen Nation sehen. Man kann auch den Beginn des Niederganges der\nabsolutistischen Monarchie zur b\u00fcrgerlichen Gesellschaft hin sehen. Schlie\u00dflich\nl\u00e4sst sich der Vorl\u00e4ufer der Revolution von 1848 darin erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig vom Blickwinkel ist es ein Meilenstein in der\ndeutschen Geschichte. Es sind denkw\u00fcrdige Ereignisse, die in diesem Ort\nkumulieren. Deshalb ist es ein besonderer Erinnerungsort.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nSchill&#8217;sche J\u00e4ger bzw. Schill&#8217;sche Freikorps genannt, waren eine Einheit von\nrd. 500 Soldaten. Sie erhielten jedoch keine Unterst\u00fctzung durch den preu\u00df.\nStaat und dem Milit\u00e4r. Nach kleinen Erfolgen wurde die Einheit in Stralsund\ngeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a>\n30.12.1812 \u201eKonvention von Tauroggen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a>\nVerordnung \u00fcber die Einf\u00fchrung der Landwehr 1813<br>\nhttps:\/\/babel.hathitrust.org\/cgi\/pt?id=uc1.b3094006;view=1up;seq=731<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nZusammenfassende \u00dcbersicht zum Thema Hegewisch, Niels, Aus: Lexikon zur\nRestauration und Vorm\u00e4rz<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a>\nFl\u00e4che zwischen dem heutigen Landwehrkanal und Hasenheide<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a> s. BLHA Rep. 2A III F 88<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a>\nNicht zu verwechseln mit der Dragoner-Kaserne (erbaut 1850\/54) dem heutigen\nFinanzamt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a>\ns. \u201eDer Soldatenfreund\u201c 11. Jhrg. S. 5222 f; (=Provinzial-Lazareth Nr. 2 )<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\">[iv]<\/a> BLHA Rep. 2A III F 88<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\">[v]<\/a>\nAus \u201eDer Soldatenfreund\u201c, 10. Jhrg., Nr. 515, S. 5154<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\">[vi]<\/a>\nGrabestiefen und deren Problematiken. Die Leichenlipidbildung auf Friedh\u00f6fen.\nMa\u00dfnahme zur Prophylaxe und Sanierung; Dissertation Eberhard Karls Universit\u00e4t\nT\u00fcbingen, Mona Schmidt, S. 123f; Hamburger Friedhofs-Ordnung<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\">[vii]<\/a>\nDie neu eingef\u00fchrte Begr\u00e4bnistiefe auf den Friedh\u00f6fen bestimmte sich aber auch\naus der Erkenntnis, dass Ger\u00e4usche aus den Gr\u00e4bern aufstiegen und selbst\nK\u00f6rperteile aus dem Boden hervortraten. dazu:<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nMitteilung des Vereins f\u00fcr die Geschichte Berlin 1924, Nr. 22, S. 36<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nAllen voran die Spenersche. Die Spener&#8217;sche hie\u00df offiziel \u201eBerlinische\nNachrichten von Staats- und Gelehrten Sachen\u201c. Es war eine Zeitung des\nB\u00fcrgertums<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref1\">[i]<\/a>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/umwelt\/stadtgruen\/friedhoefe_begraebnisstaetten\/de\/graeber_okg\/friedhof_columbiadamm\/\">http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/umwelt\/stadtgruen\/friedhoefe_begraebnisstaetten\/de\/graeber_okg\/friedhof_columbiadamm\/<\/a>\nStand: April 2016<br>\n<br>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u201ewandernde\u201c Friedhof In Neuk\u00f6lln liegt ein Ort, der viele Facetten der Berliner, wenn nicht gar deutscher Geschichte, widerspiegelt. Auf einer Fl\u00e4che von ca. 10 ha[i] prallen die gegens\u00e4tzlichen politischen Str\u00f6mungen Deutschlands und geschichtlichen Ereignisse seit dem sp\u00e4ten 18. Jahr. aufeinander. 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